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Waffenrecht

Waffenrecht

 

 

 

 

 

 

Der deutsche Bundestag hat als Gesetzgeber im Jahr 2017 ein neues Waffenrecht verabschiedet, welches am 05.07.2017 erstmalig im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde und damit ab dem 06. Juli 2017 in Kraft getreten ist. Die neue Gesetzgebung wirkt sich auch auf die Aufbewahrungspflichten für die Waffen aus.

 

Nachdem der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer e.V. (VDMA) das VDMA-Einheitsblatt 24992, Ausgabe Mai 95, nach deren Bauvorschriften die Waffenschränke gefertigt wurden, die dem bisherigen Waffenrecht genügt haben, bereits zum 31.12.2003 zurückgezogen hatte, hat nun auch der Gesetzgeber entschieden, dass die Aufbewahrung von Waffen in einem solchen einfachen und unzertifizierten Stahlschrank nicht mehr ausreichend ist.

Die nun vorgeschriebenen Waffenschränke müssen mindestens produktzertifiziert nach DIN EN 1143-1, mindestens die Klasse 0, ausgeführt sein - wobei anzumerken ist: es gibt eine EN 1143-1, aber keine DIN EN 1143-1.  Es gibt keine Deutsche Industrie-Norm (DIN), sondern nur eine Europa-einheitliche Norm EN.

Dies betrifft allerdings nur für Waffenschränke, die nach dem Einführungsstichtag 06.07.2017 neu zugelassen werden, für ältere Zulassungsgenehmigungen gilt noch ein Bestandsschutz, soweit der Waffenbestand unverändert fortgeführt wird. Bei Vergrößerung des Waffenbestandes durch Zukauf, Erbsache etc. wird die zuständige Ordnungsbehörde regelmäßig verlangen, dass alle Waffen, also auch die des Altbestandes (!), in einem Waffenschrank nach EN 1143-1 aufbewahrt werden müssen. Die im jeweiligen Modell vorgesehenen Waffenstellplätze dürfen dabei nicht überschritten werden.

Bitte beachten Sie aber, dass Waffenschränke, die nach den bisherigen Bauvorschriften gebaut wurden, im Falle einer Ersatzbeschaffung, beispielsweise nach einem Aufbruchversuch, nur noch nach den aktuellen gesetzlichen Anforderungen gefertigte Wafenschränke wieder zugelassen werden. Auch eine "Übernahme eines Waffenschrankes nach alten Bauvorschriften von einem Jagdkollegen, der den Sport aufgegeben hat" ist nicht statthaft, in diesem Fall ist ein neues Wertbehältnis anzuschaffen, welches den Anforderungen des revidierten Waffenrechts genügt.

Ordnungsbehörden werden die Waffenschränke nach VDMA-Bauart also regelmäßig auch dann zurückweisen, wenn sie lediglich als Ersatz für bereits in Gebrauch befindliche Waffenschränke nach VDMA-Bauart beantragt werden.

 

 


Beachten Sie bitte bei Ihrer Auswahl folgende Richtlinien:

 

1.: Munitionslagerung:

>>> Ein einfacher Stahlschrank ohne Zertifizierung ist ausreichend. Unsere Munitionsschränke finden Sie hier

 

2.: Bis 5 Kurzwaffen, incl. Munition:

>>> Sie benötigen ein Sicherheitsbehältnis, geprüft und zertifiziert nach EN 1143-1, Widerstandsgrad N/0. Wir führen Kurzwaffentresore bis Widerstandsgrad IV

3.: Unbegrenzte Anzahl von Kurzwaffen, incl. Munition:

>>> Sie benötigen ein Sicherheitsbehältnis, geprüft und zertifiziert nach EN 1143-1, Widerstandsgrad I. Auch hier der Hinweis auf unsere Pistolentresore

 

4.: Unbegrenzte Anzahl von Langwaffen, max. 5 Kurzwaffen, incl. Munition:

>>> Sie benötigen ein Sicherheitsbehältnis, geprüft und zertifiziert nach EN 1143-1, Widerstandsgrad N/0. Hier finden Sie unsere Langwaffenschränke in Widerstandsgrad N/0.

 

5.: Unbegrenzte Anzahl von Langwaffen und Kurzwaffen, incl. Munition:

>>> Sie benötigen ein Sicherheitsbehältnis, geprüft und zertifiziert nach EN 1143-1, Widerstandsgrad I. Hier finden Sie unsere Langwaffenschränke in Widerstandgrad I.

 


 

Des Deutschen Bastelwut ist legendär. Bitte beachten Sie aber, dass an zertifizierten Wertschutzschränken, also auch an den neuen Waffenschränken nach EN 1143-1 nachträgliche Änderungen, sei es nun der Ersatz eines Schlosses oder sogar die Änderung einer vorhandenen Schließung nicht mehr in Eigenleistung vorgenommen werden darf, da ansonsten die Zertifizierung des Tresors erlischt und damit ausdrücklich auch Ihre Zuverlässigkeit als Waffenbesitzer in Frage gestellt wird. NUR vom Hersteller des Wertbehältnisses befugtes Personal darf derartige Änderungen vornehmen, also auch nicht der "Schlüsseldienst um die Ecke"! Die Ordnungsbehörden können nachvollziehen, mit welcher Schließung Ihr Waffentresor ausgeliefert wurde und kann dies nachvollziehen. Wenn das bei einer Begehung nicht zusammen passt und Sie nicht nachweisen können, dass an dem Waffenschrank zertifikatkonforme Arbeiten vorgenommen wurden, kann dies für Sie erhebliche Konsequenzen zur Folge haben. Dies kann zum sofortigen Einzug Ihrer EWB und Sicherstellung der Waffen durch Ihre Ordnungsbehörde führen, zudem regelmäßig ein Bußgeld zur Folge haben. HFD Tresortechnik ist VdS geprüft und von den meisten Herstellern als Servicebetrieb anerkannt.

HFD Tresore steht Ihnen hier deutschlandweit in Rat und Tat zur Seite.